Wandelkonzert in Eislingen und Süßen

Sonntag, 04.10.15
Wandelkonzert in Eislingen und Süßen


Mariä Himmelfahrt Süßen | 19.00 Uhr
2. Konzert

Französische Orgelmusik
Rainer Maria Rückschloß, Orgel


Eintritt für ein Einzelkonzert des Wandelkonzerts 10 Euro
Kombiticket für beide Konzerte des Wandelkonzerts 15 Euro



Programm :

César Franck 1822-1890 125. Todestag
Choral in a- Moll
Quasi Allegro- Adagio- Im ersten Zeitmaß

Louis- Nicolas Clérambault 1676-1749
“Suite du deuxième ton”
Plein Jeu Gay
Duo Gay
Trio Gratieusement
Basse de Cromorne Gay
Flutes
Récit de Nazard Gayement et gratieusement
Caprice sur les grands jeux Gayement

Jehan Alain 1911-1940 75. Todestag
Le jardin suspendu Grave

Litanies Vivo

César Franck 1822-1890
Choral in E- Dur
Moderato- Maestoso- Poco animato- Largo- Poco animato

Rainer Maria Rückschloß | Orgel
studierte in Frankfurt/M. und Genf Orgel und Klavier mit den Abschlüssen Konzertexamen und “Premier Prix du Conservatoire”. Er ist Preisträger mehrerer renommierter internationaler Wettbewerbe: Leipzig, Prag, Linz, Nürnberg, Wiesbaden. Umfangreiche Diskographie, darunter viele Ersteinspielungen. Tätigkeit als Organist, Pianist, Komponist und Pädagoge.

Das klangliche Konzept der neuen Orgel in Süßen
Kirchenmusikdirektor Thomas Gindele
Bischöflicher Orgelsachverständiger

Die neue Mühleisen Orgel in Süßen orientiert sich im Klangbild am deutsch romantischen Stil. Die deutsche Romantik zeichnet sich durch die klangliche Differenzierung der Grundstimmen aus, mit einer breiten dynamischen Abstufung. Man nahm sich bei der Umsetzung einen der bedeutendsten Orgelbauvertreter der Spätromantik zum Vorbild: Wilhelm Sauer. Es gibt von ihm noch einige erhaltene Instrumente, wie die Orgel im Berliner Dom, in der Thomaskirche in Leipzig oder der Stadthalle in Görlitz, die als Vorbild dienen können.
Es wurde allerdings keine Stilkopie angestrebt. In vielen Punkten ist man andere Wege gegangen, wie z.B. bei den Zungenstimmen und Mixturen, um der Orgel stilistisch zwar eine Ausrichtung zu geben, aber auch eine möglichst große stilistische Vielseitigkeit zu gewährleisten. Die Disposition umfasst 29 Register (Klangfarben).
Die Orgel ist in zwei Gehäuse aufgeteilt. Auf der linken Seite von unten gesehen steht das Hauptwerk (I. Manual), auf der rechten Seite das Schwellwerk (II. Manual). Dahinter stehen die Pfeifen des Pedalwerks frei an der Rückwand der Fensternische. Die Balganlage (Windversorgung) wurde im Raum neben der Fensternische untergebracht. Der Spieltisch ist nach vorne gezogen und zwischen den Werken aufgestellt, um eine bessere Klangkontrolle zu gewähren und für den Organisten gute Sichtverhältnisse zu schaffen. Der Prospekt ist in drei Felder gegliedert. Im Hauptwerk sind die Pfeifen des Principal 8’ sichtbar, im Schwellwerk klingen die sichtbaren Pfeifen nicht. Es handelt sich um einen sogenannten „Blindprospekt“. Die Gestaltung erinnert an die sogenannten „Freipfeifen-Prospekte“ des 19. Jh. und frühen 20. Jh. und passt sehr gut zum Stil der Kirche.
In die Orgel wurden auch gut erhaltene romantische Stimmen aus dem Bestand der Firma Mühleisen (Posaune von Marcussen, 1908, und Schwebung von Seiffert aus einer Kölner Orgel), die ideal ins Klangkonzept passen, verwendet.

 

 

 

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