Orgelnacht zur Eröffnung der 16. Göppinger Orgelwoche
am Samstag, 24. September 2011 in St. Maria, Göppingen

Samstag, 24. September 2011, St. Maria
Orgelnacht zur Eröffnung der Göppinger Orgelwoche

Beginn : 20.00 Uhr - Eintritt 12,00 Euro

Zwei Konzerte an der historischen Walcker-Orgel

Zwischen den Konzerten ist eine Pausen von 30 Minuten, in denen ein Imbiss und Getränke eingenommen werden können.

 

1. Konzert : Orgel trifft junge Talente (20.00 Uhr)

Instrumentalisten der Studienvorbereitenden Ausbildung der Städtischen Musikschule, Göppingen

Junge Musiker der Studienvorbereitenden Ausbildung (SVA) der Städtischen Jugendmusikschule Göppingen gestalten den Auftakt der Orgelwoche.

Ein Schwerpunkt des Programms liegt dabei auf Werken des Barock. In dieser Zeit hatte die Orgel neben solistischen Aufgaben auch vielfältige Begleitfunktionen. Hierfür wurde oft ein so genanntes Orgelpositiv eingesetzt, wie es u.a. auch in der Marienkirche zur Verfügung steht.

Werke von Johann Sebastian Bach, Benedetto Marcello, Antonin Dvorak, Josef Rheinberger, u.a.

Es spielen und musizieren:
Johannes Gindele, Benedikt Gunkel, Catharina Schaal, Anika Staib, Linda Steiner, Violine
Anna-Lena Heckel, Viola,
Emily Rinderknecht, Kontrabass
Heike Müller, Nikola Sommer, Querflöte,
Sebastian Gunkel, Horn

An der Orgel begleiten: KMD Thomas Gindele, Rainer Maria Rückschloss

Das detaillierte Programm wird am Abend ausgelegt.

 

 


 

2. Konzert : Die Orgel erzählt Geschichten (21.15 Uhr)

Rainer Maria Rückschloss, Orgel
Gerd Kolter, Sprecher

Im Mittelpunkt des Konzerts steht die Geschichte „Babar der Elefant“ in der Vertonung von Francis Poulenc. Die Erzählung von Jean de Brunhoff wird in der Fassung von Loriot präsentiert. Über die Entstehung wird berichtet, dass eines Tages eine Nichte zum Komponisten ans Klavier und ihm das Buch «Babar, der kleine Elefant» von Jean de Brunhoff aufs Notenpult stellte: «Spiel mir diese Geschichte.» Poulenc begann zu improvisieren und notierte jene Motive, die seiner jungen Verwandten gefielen.
Seit über 70 Jahren bereits bewegt der Elefantenkönig Babar, dessen äußeres Markenzeichen die grüne Jacke und die rote Fliege ist, die Gemüter.
Er ist eine moderne Fabelfigur geworden, die spielerisch in die Welt der modernen Zivilisation mit ihren Städten, Autos und Flugzeugen sowie ihren Kaufhäusern, Restaurants und kleinen Geschäften einführt.
Poulencs Stück ist ein Melodram, das de Brunnhoffs Erzählung mit fantasievollen, musikalischen Zwischenspielen verbindet. Die Geschichte folgt dem Leben des ziemlich menschlichen Elefanten „Babar“, von seiner Geburt im Dschungel an, über sein Leben in Paris, wo er auch Autofahren lernt, bis zur Heirat mit seiner Jugendliebe Celeste und schließlich seiner Krönung. Poulenc verwendet eine sehr bildhafte Musik, wohl aber auch die stilisierten musikalischen Formen, die sein Markenzeichen darstellen: Nocturne, großer Marsch, Wiegenlied, Walzer, u.a. Eine Geschichte für die ganze Familie, für die Rainer Maria Rückschloss eigens eine Orgelfassung angefertigt hat.

Eine Neuvertonung der Fabel von Michael Ende bildet den weiteren Höhepunkt des zweiten Konzerts der Orgelnacht. Dabei spielen zwei Tiere die Hauptrolle, die Probleme mit Ihren Namen haben. Durch Zufall entdeckt der grimmige, feuerspeiende Drachenwurm durch ein Buch, dass er Lindwurm heißt, als sei er ein linder Wurm, was ihn derart aufregt, dass er vor Wut und Verzweiflung krank wird und sich mit Kopfschmerzen in Bett legen muss. Ähnlich ergeht es einem zarten und überaus lärmempfindlichen Schmetterling …

Programm

Michael Ende – Rainer Maria Rückschloss - Uraufführung
„Der Lindwurm und der Schmetterling, oder Der seltsame Tausch“
Gedicht in drei Akten in Musik gesetzt von Rainer Maria Rückschloss

Francis Poulenc (1899-1963)
«Die Geschichte von Babar, dem kleinen Elefanten»
Text von Jean de Brunhoff in einer Fassung von Loriot
Orgelbearbeitung von Rainer Maria Rückschloss

 

Rainer Maria Rückschloß

Studium an der Musikhochschule in Frankfurt/Main bei den Professoren Edgar Krapp (Orgel), Joachim Volkmann und Arnulf von Arnim (Klavier). Abschluss künstlerische Reifeprüfung und Konzertexamen. Im Anschluss Studium bei Lionel Rogg in Genf. Erster Preis des Konservatoriums.
Stipendiat des Deutschen Musikrats und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Mehrfacher Preisträger bei internationalen Wettbewerben: Wettbewerb des Prager Frühlings; J.-S.-Bach-Wettbewerb in Leipzig; J.-N.-David-Wettbewerb in Wiesbaden und J.-Pachelbel-Wettbewerb in Nürnberg. Zahlreiche CD-Einspielungen. Tätigkeit als Organist, Pianist, Komponist und Pädagoge.

Gerd Kolter

geb. 1949 in Ludwigshafen/Rh; Studium der Germanistik und Anglistik, Promotion; Lehrer, Autor und Kritiker; lebt und arbeitet in Göppingen.
Seit 1983 kontinuierliche literarische Tätigkeit; mehrere Gedichtbände – zuletzt „Fallende Handlung“ (2004) und „Vor der Krümmung“ (2007); Beiträge in Zeitschriften und Anthologien

 

 

 

 

 

 

Impressum | Hinweise | Kontakt | Mail an Webmaster | Kontaktpersonen und Kartenbestellungen | © 2015 Göppinger Orgelwoche Stand : 17.08.2015