Meisterkonzert - Orgel pur

Sonntag, 11. Oktober 2009– 17.00 Uhr – St. Maria, Göppingen
Meisterkonzert - Orgel pur

Eintritt 10,00 Euro

Felix Mendelssohn „Die Orgelsonaten“
Meisterkonzert mit Prof. Stefan Johannes Bleicher, Trossingen

 

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Samstag, 10.10.2009, St. Maria Göppingen, ab 10.00 Uhr

Orgelimprovisationskurs
mit Prof. Stefan Johannes Bleicher, Trossingen
an der historischen Walcker-Orgel

>>> Informationsblatt und Anmeldung zum Kurs als PDF <<<

Dieses Konzert ist Mendelssohn zu dessen 200. Geburtstag gewidmet. Ihm kommt das Verdienst zu, ein zweites Zeitalter der Orgelmusik eingeläutet zu haben und zwar als Komponist und Interpret gleichermaßen.
Ähnlich wie Bach war Mendelssohn in erster Linie als Orgelvirtuose berühmt und verblüffte seine Zeitgenossen mit öffentlichen Improvisationen und seiner eminenten Pedaltechnik.
Sein zentrales Werk für die Orgel stellen die 6 Sonaten dar, die in kurzer Folge in den Jahren 1844/45 zunächst als Einzelstücke entstanden sind und von Mendelssohn anschließend zu 6 Zyklen zusammengestellt wurden.
Er schreibt nach der Vollendung an seinen Verleger: „Das Werk für Orgel wovon ich Ihnen zu Anfang Winters sprach, habe ich nun beendigt, es ist aber größer geworden, als ich früher selbst gedacht hatte. Es sind nämlich 6 Sonaten, in denen ich meine Art die Orgel zu behandeln und für dieselbe zu denken niederzuschreiben versucht habe.“
Die Aufführung der 6 Orgelsonaten präsentiert somit das ganze Spektrum der romantischen Orgelkultur wie sie Mendelssohn verkörpert hat. Die Göppinger Aufführung verbindet dabei ein ideales Instrument mit einem idealen Interpreten. Mendelssohn selbst hat die Walcker-Orgel der Frankfurter Paulskirche gekannt und gespielt und Prof. Stefan Johannes Bleicher ist ein hervorragender Kenner von Mendelssohns Orgelwerk, wie seine Gesamteinspielung der Werke belegt.

Professor Stefan Johannes Bleicher wird zu Beginn des Konzerts in die Werke einführen.

 

Felix Mendelssohn-Bartholdy und die Orgel

Ersten Orgelunterricht erhielt Mendelssohn bereits mit 11 Jahren. Schon damals lernte er die Orgelmusik Bachs kennen, die er später an allen Wirkungsorten und auf allen Reisen – wenn er Orgeln erprobte oder auch konzertierte – neben eigenen Kompositionen und Improvisationen regelmäßig spielte. Mendelssohn hatte Gelegenheit, verschiedenartigste Orgeln kennenzulernen. Reisen durch ganz Deutschland, Italien, England und in die Schweiz nutzte er stets um neue Instrumente kennen zu lernen. Er galt als einer der größten Orgelvirtuosen seiner Zeit.

Trotzdem ist sein Orgelschaffen nicht sehr umfangreich. Neben einigen Jugendwerken, die im Zeitraum von 1820-23 entstanden, folgten erst ab 1831 weitere Werke. 1837 veröffentlichte er die „Drei Präludien und Fugen“, die er neben den Orgelsonaten, als einzige Orgelwerke mit Opusnummern versah. Die Entstehung der späten Orgelwerke steht im Zusammenhang mit seinen Englandreisen bei denen er u.a. als Orgelvirtuose gefeiert wurde. Sein Opus ultimum für die Orgel stellen die Sechs Sonaten dar, die er zwischen Juli 1844 und April 1845 komponierte, zunächst als Einzelstücke und abschließend zu Zyklen (Sonaten) zusammenfassend. Mendelssohn Orgelschaffen verlieh der Orgelkomposition im 19. Jh. einen neuen Aufschwung.

Programm :

Felix Mendelssohn-Bartholdy 1809 -1847

Sechs Sonaten für die Orgel - Opus 65 (1844/45)
Herrn Dr. F. Schlemmer in Frankfurt am Main zugeignet

Sonate I in f-Moll (Choral: "Was mein Gott will")
Allegro moderato e serioso - Adagio - Andante Recitativo - Allegro assai vivace

Sonate II in c-Moll
Grave - Adagio - Allegro maestoso e vivace - Fuga

Sonate III in A-Dur (Choral: "Aus tiefer Noth")
Con moto maestoso - Andante tranquillo

Sonate IV in B-Dur
Allegro con brio - Andante religioso - Allegretto - Allegro maestoso e vivace

Sonate V in D-Dur
Andante - Andante con moto - Allegro maestoso

Sonate VI in d-Moll (Choral: “Vater unser im Himmelreich")
Choral mit 4 Variationen - Fuga. Sostenuto e legato - Finale. Andante

Professor Stefan Johannes Bleicher
studierte Orgelkonzertfach bei Lionel Rogg in Genf und Ewald Kooimann in Amsterdam, sowie historische Aufführungspraxis bei Nicolaus Harnoncourt am Mozarteum in Salzburg. Mehrfach international ausgezeichnet (u.a. 1. Preis beim Improvisationswettbewerb „Concours Rochette“) Konzerte in aller Welt und Gastkurse an verschiedenen Musikhochschulen und Universitäten im In- und Ausland. Durch seine äußerst erfolgreiche Konzerttätigkeit, Rundfunk- und Fernsehproduktionen sowie zahlreichen CD-Einspielungen (u.a. Gesamtaufnahmen des Orgelwerks von Liszt, Saint-Saens und Mendelssohn), gilt er heute als einer der führenden Orgelsolisten seiner Generation. Seit 1991 ist er auch Leiter der Süddeutschen Orgelakademie an den großen Denkmalorgeln in Baden Württemberg. Heute wirkt er als Organist an der Stadtkirche in Winterthur (CH) und als Professor für Orgelliteraturspiel und Improvisation an der Hochschule für Musik in Trossingen.

 

 

 


 

 

 

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