„Händel & more...“
das Konzert der Göppinger Orgelwoche in der Wallfahrtskirche Birenbach

 

Sonntag, 4. Oktober 2009
Wallfahrtskirche Birenbach, 17.00 Uhr
Eintritt 10,00 Euro

Orgel und Kammermusik
Händel & more für Sopran, Flöte und Orgel
Pia Schäfer-Mayer, Sopran; Agnes Gindele, Flöte Peter Lorenz, Orgel

Zunächst hatte die Orgel als sie in den Kirchen eingeführt wurde, nur solistische Aufgaben oder fungierte im Wechsel mit einer Sängergruppe. Aber mehr und mehr wurde sie auch zum Begleitinstrument, vor allem seit sich nach der Reformation der Gemeindegesang etablierte hatte. Auch außerhalb der Kirche fand die Orgel vor allem bei Kammermusik im 16. bis 18. Jh. Verwendung. Händel beispielsweise setzte die Orgel in seinen Oratorien und Sonaten regelmäßig als Begleitinstrument ein. Sein Schaffen steht im Mittelpunkt des Konzerts in der Wallfahrtskirche.

 

Georg Friedrich Händel und die Orgel

Seinen Zeitgenossen galt Georg Fr. Händel nicht nur als großer Komponist, sondern auch als überragender Orgelvirtuose. Vor allem seine vollkommene Beherrschung des Instruments sowie sein erfindungsreicher Vortrag wurden häufig gerühmt, so etwa von dem Musiktheoretiker John Hawkins:

„Wenn er (Händel) ein Konzert gab, pflegte er es im allgemeinen mit einem Voluntary … zu beginnen, das mit langsamer und feierlicher Bewegung sich das Ohr eroberte; die Harmonie dicht gearbeitet und so voll wie sie nur zum Ausdruck gebracht werden konnte, die Passagen verbunden mit bewundernswerter Kunst, das Ganze zugleich vollkommen verständlich und mit dem Anschein großer Einfachheit. Dem so gearteten Vorspiel folgte das eigentliche Konzert, das er mit einem solchen Geist und Stärke vortrug, dem gleichzukommen niemand jemals sich rühmte.“

Diese Schilderung vermittelt einen Eindruck von Händels Orgelkonzerten, die gewöhnlich während den Pausen zwischen den einzelnen Akten seiner Oratorien vorgetragen wurden.

Händel leitete seinen Vortrag prinzipiell mit Improvisationen ein, bevor er ein Werk mit Orchesterbegleitung vortrug. Nur wenige überlieferte Orgelwerke (Six Fugues or Voluntary’s) zeugen neben den Orgelkonzerte von seiner großen Orgelkunst.

Programm :

Dietrich Buxtehude 1637-1707
Kantate „Singet dem Herrn“, BuxWV 98 für Sopran, Flöte und Orgel
Sinfonia/Adagio – Aria “Singet dem Herrn”
Rezitativ “Der Herr lässet sein Heil verkündigen”
Aria (Vivace) “Er gedenkt an seine Gnade”
Sinfonia – Aria (Adagio/Allegro) “Jauchzet dem Herrn”

Dietrich Buxtehude
Fuge in C-Dur für Orgel

Georg Friedrich Händel 1685-1759
Aus „Neun deutsche Arien“ für Sopran, Flöte und Orgel

„Flammende Rose, Zierde der Erden“ (HWV 210)

Georg Friedrich Händel 1685-1759
Sonate in a-Moll für Flöte und Orgel, Op. I, Nr. 4
Larghetto - Allegro

„Süße Stille, sanfte Quelle ruhiger Gelassenheit!“ (HWV 205)

Georg Friedrich Händel
Sonate in a-Moll für Flöte und Orgel, Op. I, Nr. 4
Adagio - Allegro

„Meine Seele, hört im Sehen“ (HWV 207)

Johann Sebastian Bach 1685-1750
Concerto IV C-Dur für Orgel

Henry Purcell 1659-1695
"An Evening Hymn" für Sopran und Orgel

Joseph Jongen 1873-1953
Offertoire sur „Alma Redemptoris Mater“ (1911) für Orgel

Joseph Jongen 1873-1953
"Deus Abraham" (1909) für Sopran, Flöte und Orgel

Pia Schäfer-Mayer
Als Kirchenmusikertochter in Westfalen geboren, absolvierte Pia Schäfer-Mayer ihr Gesangstudium an der Musikhochschule Münster bei Prof. U. Spreckelsen und vervollständigte ihre Studien auf Meisterkursen bei Prof.N.Dorliac, Prof. E. Cavelti und Prof. A. McLane.
Als Preisträgerin des VDMK-Gesangswettbewerbes Berlin debütierte sie an den Stadttheatern Kaiserslautern, Lüneburg und Pforzheim. Gastspiele führten sie nach Österreich und in die Schweiz. Auftritte als Solistin u.a. mit den Leipziger Barocksolisten, den Stuttgarter Neuen Vokalsolisten dem Grazer Konzertchor oder dem Stadtsingechor Halle. Höhepunkte in ihrer jüngeren Konzerttätigkeit waren neben einigen CD Produktionen solistische Auftritte in der Berliner Philharmonie, der Liederhalle Stuttgart, der Alten Oper Frankfurt und beim Bodenseefestival. Ihr breitgefächertes Tätigkeits-feld als Sängerin schließt neben Oper und Konzert auch die vokale Kammermusik ein, sowie ihre besondere Liebe zum Liedgesang. In diesem Jahr ist sie mehrmals mit dem bedeutendsten Liedzyklus des 20.Jh., dem "Marienleben" von P. Hindemith zu hören. Leitung einer Gesangsklasse an der JMS Göppingen. In ihrer Heimatgemeinde Birenbach leitet sie gemeinsam mit ihrem Mann künstlerisch die Konzertreihe in der Wallfahrtskirche Birenbach.

Agnes Gindele
errang früh Preise beim WettbewerbJugend musiziert“ mit der Block- und Querflöte. Nach dem Abitur studierte sie an der MusikhochschuleStuttgart bei Prof. Klaus Schochow im Hauptfach Querflöte. Hochschulabschluss als Diplom-Musiklehrerin.Weiterführende Studien bei Prof. Arife Gülsen Tatu an der Musikhochschule Trossingen. Studium im Fach Traversflöte bei Hans-Joachim Fuss an der Musikhochschule Stuttgart. Daneben Teilnahme an Meisterkursen bei namhaften Dozenten (Nicolet, Marion, Aeitken). Heute betreut Agnes Gindele eine Flötenklasse an der Musikschule in Süssen und geht einer regen Konzert-tätigkeit nach. Sie widmet sich vor allem der Kammermusik im Zusammenspiel mit Gitarre, Orgel und Cembalo.

 

Peter Lorenz
Studium der Kirchenmusik an der Kirchenmusikhochschule Rottenburg und an der Musikhochschule Stuttgart (Orgel bei Prof. Jon Laukvik; Orgelimprovisation bei Prof. Willibald Bezler, A-Examen 1992). Von 1989 bis 1991 leitete er die St. Michael-Chorknaben in Schwäbisch Gmünd.
Kontaktstudium im Fach Traversflöte bei Hans-Joachim Fuss (Musikhochschule, Stuttgart). Von 1992 bis 2001 hauptamtlicher Kirchenmusiker der beiden katholischen Kirchengemeinden
St. Johannes und Christkönig in Backnang und Dekanatskirchenmusiker für das Dekanat Backnang. 2001-2002 Musikalischer Leiter der Bischof-Manfred-Müller-Schule in Regensburg. Seit dem Schuljahr 2002/03 Musiklehrer am St. Meinrad-Gymnasium Rottenburg und Leiter der "Männer-
stimmen am Rottenburger Dom".

 

 

 

 


 

 

 

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